Dienstag, 24. September 2013

Rezi Steven E. Kuhn - Soldat im Golfkrieg

Steven E. Kuhn  Soldat im Golfkrieg

Autor: Steven E. Kuhn
Titel: Soldat im Golfkrieg
Untertitel: Vom Kämpfer zum Zweifler
Verlag: Ch. Links Verlag
ISBN 10: 3861532999
ISBN 13: 978-3861532996
Erschienen: 2003
Seiten: 144

Der Autor:

Steven E. Kuhn wurde am 30.05.1967 in Pennsylvania, USA geboren. Mit 19 Jahren trat er der U. S. Army bei und wurde nach Gelnhausen in Deutschland versetzt.

Mit Beginn des Golfkrieges 1990/1991 wurde auch er in den Irak versetzt. Er war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt und musste an vorderster Front kämpfen. Für seinen Einsatz bekam er den Bronze Star (Tapferkeitsmedallie).

Als er 1993 aus der Army austrat, begann er in der Corporate Welt zu arbeiten

Als erfolgreicher Unternehmer und Berater lebt er jetzt in Berlin und setzt seine außerordentliche Menschenkenntnis in der Firmenberatung ein, hält Lesungen, Seminare und unterrichtet erfolgreich im Bereich "Persönliches Coaching"

Klappentext:

Steven E. Kun zieht 1991 mit der US-Army an den Golf, um Kuwait zu befreien. Er erlebt die Schrecken des Krieges: Giftgasalarm, Raketenbeschuss, die große Panzerschlacht im südirak, den Tod eines freundes durch "friendly fire". Fassungslos muss er mit ansehen, wir irakische soldaten nach dem Waffenstillstand aufständische Schiiten in basra abschlachten, ohne dass die amerikaner eingreiffen. Er beginnt, am sinn des Krieges zu zweifeln.

Nach seiner Rückkehr vom Golf stellen sich mysteriöse Leiden ein, die auch tauschend Mitkämpfer befallen. Was hat man ihnen verschwiegen, wodurch ist das Golfkriegssyndrom ausgelöst worden? Kuhn quittiert seinen Dienst und beginnt, sich in Berlin eine zivile Existenz aufzubauen. Nach und nach entzieht er sich der Logik der army, lässt Fragen und Zweifel zu. Den neuen Feldzug gegen den Irak hält er für einen Fehler.

Steven E. Kuhns Lebenbreicht ist fesselnd und aufrüttelnd. Er zeigt, dass niemand unbeschädigt aus dem Krieg kommt, auch nicht die vermeintlichen Sieger.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr sachlich und lässt sich gut lesen. Der autor erzählt zunächst, wie er zur Army gekommen ist, was er dort gemacht hat und wie er nach Deutschland kam. Dann erzählt er über das, was er im Irakkrieg miterlebt hat. Als Leser ist man darüber zum einen sehr betroffen und zum anderen ist es auch sehr erschreckend, wie die amreikanische Regierung die Nachrichten so an die Bevölkerung weitergegeben werde - nicht sachlich und "fair", sondern so wie man es braucht und haben will. eine neutrale Berichterstattung ist das definitiv nicht!

Als der autor aus dem Golfkrieg wieder da ist berichtet er weiter, wie er aus der Army austritt und was er danach macht und wie es ihm gesundheitlich geht. Auch hier ist wieder sehr erschreckend, was ie amerikanische Regierung verschweigt und was die soldaten möglichst gar nicht erfahren sollen.

Den insgesamten Lebensweg kann man sehr gut nachvollziehen und man versteht sehr gut die Beweggründer, warum er was genaus sogemacht hat, wie er es macht!

Umso erschreckender ist es für mich, wie verlogen die amerikanische Regierung ist - egal, ob gegenüber ihrer Bevölkerung oder gegenüber der army oder gegenüber den anderen Ländern dieser Welt! Das einzigste manko, ist der etwas abrupte Schluss dieses Buches.

Fazit:  Ein sehr sachlicher Bericht, der einen gut hinter die Kulissen blicken lässt

Note: 2 (Schulnotensystem)

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